Fraktale Software und Hardware


Zum Erstellen meiner fraktalen Designs verwende ich haupstächlich folgende Programme:

  • Apophysis, Apophysis7x, Chaotica
    Hierbei handelt es sich um Software zum Erstellen von "fractal flames". Fractal flames sind eine spezielle Form der Iterierten Funktionssysteme (IFS). Apophysis ist der Urvater der in diesem Bereich vorhandenen Software.
    Da Apophysis in seiner ursprünglichen Form jedoch seit Jahren nicht mehr weiterentwickelt wird bin ich zum Quasi-Nachfolger Apophysis7x umgestiegen und nutze zum Rendern mittlerweile Chaotica.
    Die vielfältigen Möglichkeiten, insbesondere das Erstellen von Skripten und das Rendern der fractal flames auch in 3D machen Apophysis zu meinem Lieblingsprogramm, welches ich auch weiterhins sehr häufig nutze.

  • Fractal Explorer
    Eines meiner ersten Fraktalprogramme, welches ich auch noch heute gerne nutze. 
    Die Entwicklung des Programms Fractal Explorer wurde leider bereits im Jahre 2005 eingestellt.
    Das "Nachfolgeprogramm" zur Erstellung fraktaler Kunst wude für mich in erster Linie Apophysis.
    Mit Ultra Fractal werde ich sukzessive die alten mit Fractal Explorer erstellen Fraktale neu rendern.
    "Fractal Explorer" wurde von Sirotinsky Arthur und Olga Fedorenko programmiert.
  • Ultra Fractal
    Ein Programm zum Erstellen von klassischen Fraktalen, mit vielfältigen Möglichkeiten der Bildkomposition.
  • Incendia
    Ein sehr interessantes Programm zum Erstellen von 3D Fraktalen, welches einen anderen Ansatz als die übrigen Programme wählt und sehr faszinierenden räumlichen Strukturen liefert.

  • Mandelbulb 3D
    Mandelbulb 3D ist eine Programm, mit dem man 3D-Fraktale erstellen kann. Entwickelt wurde Mandelbulb 3D von Jesse und einer Gruppe von "Fractal Forum" Usern. Das Programm basiert auf Arbeiten von Daniel Weiß und Paul Nylander, den Entdeckern der sogenannten "Mandelbulbs".
    Mandelbulb 3D beinhaltet dutzende nichtlineare Gleichungen, die auf komplexe Weise miteinander kombiniert eine erstaunliche Vielafalt von fraktalen Objekten erzeugen. Die 3D-Rendering- Umgebung umfasst Beleuchtung, Farbe, Spiegelung, Schärfentiefe, sowie Schatten- und Glüh-Effekte.

    Das Rendern dauert aufgrund der verschiedenen Renderoptionen und der rechenintensiven Iterationen mitunter sehr lange. Beim Rendern der Fraktale wird anstatt eines traditionellen "ray tracing" ein sogenanntes "ray marching" angewandt, was zusätzliche Rechenkapazität erforderlich macht.
    Zur Ermittlung der Sichtbarkeit der dreidimensionalen Objekte wird anders als beim ray tracing nicht die gesamte Distanz zwischen Kamera und Oberfläche als Ganzes herangezogen. Stattdessen "wandert" der Strahl zur Verdeckungsberechnung in kleinen Schritten. Bei jedem Schritt wird dabei die Streuung simuliert. Durch die Zusammensetzung bzw. Synthetisierung dieser Schrittfolgen entlang jeden einzelnen Strahls entsteht das Endergebnis.
    Der Künstler hat somit eine genaue Kontrolle über die Bildbearbeitungseffekte und der Kreativität ist keine Grenze gesetzt.
  • Mandelbulber
    Das Programm "Mandelbulber" ist ein weiteres sehr mächtiges, expermimentelles Programm, mit dem man 3D-Fraktale, sogenannte Mandelbulbs (3D-Mandelbrot-Fraktale) berechnen bzw. rendern kann.
    Zusätzlich werden auch andere Fraktaltypen unterstützt, die miteinander kombinierbar sind. Hierzu zählen u. a. Mandelbox, Menger Sponge, Kaleidoscopic IFS, Hypercomplex, Quaternion, Aexion, Benesi, Bristorbrot.

  • Chaoscope
    Ein weiteres Programm zum Erstellen von 3D-Fraktalen.

  • Lindenmayer
    Die nach Astrid Lindenmayer bezeichneten "L-Systeme" bestehen aus Regeln und Symbolen (formale Grammatiken), mit denen unter anderem Wachstumsprozesse von Pflanzen modelliert werden können.
  • Structure Synth
    Ein Programm, mit dem man dreidimensionale Strukturen erstellen kann. Die Strukturen entstehen aufgrund bestimmter Regeln, die mittles einer Skriptsprache (Eisenscript) beschrieben werden. Das Programm ist verwandt mit Context Free. Jeder Punkt ist exakt definiert durch seine Lage im Koordinatensystem und eine ihm zugeordnete Farbe. Dieser "State" (Zustand des Punktes) kann durch Transformationen (ähnlich wie bei "Fractal Flames") verändert werden. Mittels Regeln und Transformationen (Rotationen, Skalierungen und Translationen) wird ein Zustand entsprechend verändert. Im Programm integrierte Regeln umfassen: Sphere, Dot, Grid, Line, Cylinder, Mesh und CylinderMesh.
    Durch eigene Regeln kann man über diese elementare Formen hinaus komplexe Strukturen erstellen.
  • Context Free
    Dieses Open-Source-Programm ermöglicht die Visualisierung von sogenannten kContext Free Design Grammars (CFDG) und eignet sich bestens zur Erstellung generativer Kunst. Die Bilder werden ähnlich wie bei Struture Synth aus einer Reihe von einfachen rekursiven Regeln erstellt.
  • Processing
    Eine Open-Source Java-basierte Programmiersprache, mit der man Bilder, Visualisierungen und Animationen erzeugen kann. Processing samt seiner Community und den vielen Online Ressourcen (ein spezieller Dank geht hierbei an Daniel Shiffman für seine begeisterungsfähigen Video-Tutorials) ist eine der Hauptakteure, wenn es um generative Kunst geht.
  • Terragen
    Ein Program zum Rendern von faszinierenden fotorealistischen Landschaften. Der Fraktalbasierte Terrain-Generator ermöglicht es ganze Welten zu erstellen.

 

Programme wie "Structure Synth" und "Context Free" finden derzeit experimentell Verwendung und eröffnen neue Perspektiven.

 

Derzeit teste ich JWildFire ein sehr faszinierendes Program zum Erstellen von "fractal flames", sowie Frax.